Marmorsteinbruch Horwagen

 

Im Geotop Marmorsteinbruch Horwagen nahe dem fränkischen Bad Steben können Wanderer die farbenprächtigen Phlaserkalke aus dem Oberdevon bestaunen. Der kurze Weg (der auch in Verbindung mit anderen Wanderrouten in der Region verbunden werden kann) führt direkt vom Forsthaus Gerlas zum Steinbruch.

Die über Jahrhunderte abgebaute einmalige rote Farbvariante dieses Gesteins kam als „Deutschrot“ in den Handel, verarbeitet als Werkstein für Böden, Fassadenverkleidungen, Altäre und andere künstlerische Zwecke. Geologisch ist der „Horwagener Marmor“ ein schleifbarer Kalk. Seine Entstehung wird auf das unter bis mittlere Oberdevon vor etwa 370 Millionen Jahren datiert.

Im Steinbruch sind die verschiedenen hell- bis dunkelrot gefärbten Kalkgesteine, durchzogen von roten und grünen Ton- und Tuffitlagen sehr gut sichtbar. Zusätzlich ist das Gestein von weißem Kalzit durchädert, stellenweise sind Fossilien eingeschlossen. Weitere Inforamtionen finden sich auf der Seite des Bayerischen Landesamtes für Umwelt.

© Bad Steben Tourismus

Besonderheiten

Der Marmorsteinbruch ist ein geschützter Landschaftsbestandteil und in Privateigentum. Bitte nur den ausgeschilderten Weg zur Infotafel benutzen.

Anfahrtsbeschreibung

Autobahn A9, nördlich des Dreiecks Bayerisches Vogtland an der AS 32 Naila/Selbitz auf die B173 Richtung Naila abfahren. In Naila auf die St2195 Richtung Marxgrün abbiegen. Am Ortsende von Marxgrün (nach der Bahnlinie) auf die St2198 Richtung Thierbach/Bobengrün.
Dieser Straße bis nach Bobengrün folgen. Ab Bobengrün der Beschilderung „Geologie erleben!“ bis zum Wanderheim Forsthaus Gerlas. Ab hier geht es auf einem ausgeschilderten Wanderweg (ca. 1,7 km) zum Geotop.